Was für nahezu alle Märkte gilt, gilt auch für den Telematik Markt: Der Einsatz von innovativen Geschäftsmodellen erhöht die Akzeptanz bei den Nutzern innovativer neuer Technologien.

asto Telematics neues Geschäftsmodell „Pay-as-you-use-Service“ Foto: CC0 Lizenz

Thomas Wiedermann, CEO asto Telematics, eläutert im Interview, welche Auswirkungen das neue Geschäftsmodell auf die asto Telematics hat.


Herr Wiedermann, wie sehen Sie aktuell den Telematik-Markt bezogen auf das Geschäftsmodell?

Thomas Wiedermann: Bis heute ist der Verkauf von vernetzter Hardware sowie Peripheriegeräten das bekannteste Modell für Telematik-Anbieter. Es steht außer Zweifel, dass Verbraucher heute keine vernetzten Geräte kaufen, sondern vernetzte integrierte Lösungen. Sie legen Wert auf den Mehrwert der Informationen und Analysen, die zu automatisierten Prozessen führen.

Weshalb ist ein neues Geschäftsmodell notwendig?

Thomas Wiedermann: Das Spektrum unterschiedlicher Modelle, die im Telematik-Markt zum Einsatz kommen, ist sehr vielfältig. Verbraucher sind häufig nicht bereit, für den Mehrwert der Vernetzung vorab Investitionen zu tätigen, da die Amortisation zwar berechnet wird, aber die Tendenz der finanzwirtschaftlichen Unternehmensstrategien zu fristen- und nutzenkongruenten Kosten tendiert.

Wie sehen Sie den Markt in der Zukunft?

Thomas Wiedermann: In einer Welt, in der Skaleneffekte für den Erfolg einer Lösung eine entscheidende Rolle spielen, denke ich an Services auf Basis von added value- und nutzungsabhängigen Modellen. Jedes vernetzte Gerät wird künftig einen potenziellen Einstiegspunkt für einen Abodienst darstellen – sei es auf nutzungsabhängiger oder monatlicher Zahlungsbasis.


Inwieweit ändert sich das Geschäftsmodell bei asto Telematics?

Thomas Wiedermann: Bisher basiert unser Geschäftsmodell auf Umsätzen aus Hardware-Verkäufen oder aus monatlichen Zahlungsmodellen für den Kommunikationsservice. Wir bieten ab sofort einen „Pay-as-you-use-Service“ für unsere aJour Geräte an. Anstatt ein Gerät zu kaufen, werden die Kunden also für dessen Nutzung bezahlen (nutzungsbezogener Preis). Zum Beispiel Datenhandling Service für das aJour Gerät + Datenservicepauschale pro Message (Datenereignis).

Worin sehen Sie asto Telematics‘ Vorteil beim neuen Geschäftsmodell?

Thomas Wiedermann: Wir kombinieren eine subventionierte Vorauszahlung mit einem monatlichen Abo, während andere weiter Hardwareinvestitionen fordern. Diese Praxis hat sich beispielsweise im Telekommunikationsmarkt bewährt. Dort gibt es unterschiedliche Geschäftsmodelle, bei denen Smartphones entweder komplett oder teilweise subventioniert und die Kosten auf die monatlichen Gebühren umgelegt werden.